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Das Tagebuch
Retter der Bildrechte
Wer online seine Fotos veröffentlicht, entlässt sie in die Freiheit, so wie Vögel flügge werden. Könnte man meinen. Twitpic hat diese Woche das ungute Gefühl erhärtet, dass die eigenen Fotos online immer auch ein bisschen Allgemeingut werden. So wie Frischmilch im WG-Kühlschrank und Kräutersalz in der Büroküche.
Ganz genau haben die Jungs und Mädels von Twitpic das so formuliert: „To clarify our ToS regarding ownership, you the user retain all copyrights to your photos and videos, it’s your content. Our terms state by uploading content to Twitpic you allow us to distribute that content on twitpic.com and our affiliated partners” – zusammengefasst: Ja, es gehört euch. Wir dürfen aber auch mal damit Gassi gehen. Wer also seine selbstgeschossenen Fotos von Essen (gefühlte 30% der Uploads), Füßen (dank der großartigen Aktion #wirsounterwegsmomentan subjektive 20% der Uploads), Retrofotos mit Hipsterfilter (ungeschlagener Klassiker mit gefühlten 50% der Uploads) nur für sich, sich und sich nochmal sich allein haben möchte, der druckt sie lieber aus und hängt sie an den besagten WG-Kühlschrank.
Vielleicht sollten wir die Veränderung umarmen, dass Urheberrechte im Web anders funktionieren. Oder zumindest funktionieren sollten. Till Kreutzer hat dazu erst kürzlich auf der re:publica 2011 in seinem Vortrag „Wir sind der Urheber“ zusammengefasst. Das aktuelle Thema Bildrechte freut natürlich die Pressestellen der großen Foto-Communities. Ein Thema, zu dem sie sich in imageförderlicher Art und Weise äußern können! Flickr ist dem Ruf jedenfalls gefolgt und beteuerte in einem Blog Post „At Flickr, your photos are always yours“. Beruhigend!
